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Temporäre Intervention in Bezug zu: Sprachspiel. Biennale West 2016.

Organisation, Konzept: Ulrike Tauss

Dreitägiges Festival in Gedenken an H.C. Artmann zu seinem 95. Geburtstag mit Lesungen, Filmvorführungen und Gesprächen.

10.06. – 12.06.2016, Breitenseer Lichtspiele, 1140

 

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8 pt  als Schriftgröße. 8 pt als Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes (1953)

Es gibt einen Satz, der unangreifbar ist, nämlich der, dass man Dichter sein kann, ohne auch irgendjemals ein Wort geschrieben oder gesprochen zu haben.
Vorbedingung ist aber der mehr oder minder gefühlte Wunsch, poetisch handeln zu wollen. Die alogische Geste selbst kann, derart ausgeführt, zu einem Act ausgezeichneter Schönheit, ja zum Gedicht erhoben werden. Schönheit allerdings ist ein Begriff, der sich hier in einem sehr geweiteten Spielraum bewegen darf.

 

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2 Messingplatten, gebürstet

je 10 cm x 14 cm

Fotos: Renate Mihatsch

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Installation an der Fassade des kunsthaus muerz 6 Bannerfahnen á 575 x 150cm, Polyestergewirke

Vorhang / Installation an der Fassade des kunsthaus muerz 2016 6 Bannerfahnen á 575 x 150cm, Polyestergewirke

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lüften oder nach das Fenster auf

 

ohne Start kein Ziel. reisenzeichnen

kuratiert von Sabina Hörtner / Laufzeit der Ausstellung: 09.04.2016 bis 26.06.2016

Teilnehmende KünstlerInnen:

Almut Rink /Bernhard Frue / Edda Strobl / Klaus Schafler /  Leung Chi Wo / Marlene Hausegger / Renate Mihatsch / Sabina Hörtner / Simon Goritschnig

 

Auf Reisen zu gehen, in der Welt Spuren zu ziehen, ‚Reisen zu zeichnen‘,
bedarf einer anfänglichen Motivation, eines Impulses: das Interesse, zu entdecken, die Sehnsucht, sich zu verändern oder die dringende, oft erzwungene Notwendigkeit, den Standort zu wechseln.
Reise ist eine Form der Fortbewegung, um ein Ziel zu erreichen, meist über eine größere Entfernung. Reise ist Ortsveränderung, eine temporäre Abwesenheit vom festen Wohnsitz.

Der Moment des Starts, der Ausgangspunkt und das Ziel definieren den Begriff der Reise. Zweckgerichtetes, selbstbestimmt zielorientiertes Reisen (aus mitteleuropäischer Sicht) steht im Gegensatz zu Motiven wie Flucht oder Vertreibung.

Als ich vor beinahe zwei Jahren diese Ausstellung mit dem Arbeitstitel reisenzeichnen angedacht und Künstler*innen, die divergierende künstlerische Positionen einnehmen, eingeladen habe, aus ihrem persönlichen Zugang Beiträge zu erarbeiten, war die weltweite Flüchtlingssituation bereits prekär und hatte als wesentlicher Aspekt in der Ausarbeitung des Konzeptes und im ‚Profil‘ dieser ‚Jahresausstellung 2016‘ große Relevanz.

In der Zwischenzeit veränderte sich die Situation dramatisch, sichtbar nicht nur an der Zahl der sich weltweit auf der Flucht befindenden Menschen. Die nationale und internationale Tagespolitik ist damit beschäftigt, Strukturen innerhalb der kräftigen, die Gesellschaft und Politik verändernden Dynamik zu finden, und privates Engagement ist schon aus menschlichen Beweggründen unumgänglich und erforderlich.

In diesem Ausstellungsprojekt obliegt es den Künstlerinnen und Künstlern ihre Arbeiten in jenen, die Allgemeinheit bewegenden Kontext, oder in den einer persönlich motivierten Reise zu stellen. Es werden hier neun unterschiedliche Positionen gezeigt, der Blick ist sowohl nach ‚außen‘ als auch nach ‚innen‘ gerichtet. Es ist hier oft die Methodik der Zeichnung, als Möglichkeit zur unmittelbaren Reaktion auf das Wahrgenommene, die hier zur Basis der künstlerischen Handlung wird, ebenso die Rauminstallation und der Film, als Zeichnung im erweiterten Sinn.

Ein wesentlicher Aspekt neben diesen von Beginn an in der Ausstellung gezeigten Arbeiten ist der Prozess, die Bewegung während des Ausstellungsverlaufes und die damit einhergehende Kommunikation und Vermittlungsarbeit.

Während der gesamten Ausstellungsdauer werden wöchentlich Workshops, Künstlergespräche und Aktionen von und mit allen involvierten Künstlerinnen und Künstlern, unter Betreuung u. a. von Regina Novak, stattfinden.
Diese Projekte werden sich unter Beteiligung von Personen aus verschiedensten Altersgruppen und Hintergründen mit der Thematik in einem dem künstlerischen Zugang entsprechenden Medium auseinandersetzen.
Es wird dabei im kunsthaus muerz und im öffentlichen Raum gearbeitet. Die entstehenden Resultate der Projekte werden in die Ausstellung integriert und verändern sukzessive das anfängliche Erscheinungsbild dieser Raumsituation.
Es erscheint neben dem ersten Heft ohne Start, das den Ausgangspunkt dokumentiert, am Ende der Ausstellung ein zweites Heft kein Ziel, die Dokumentation des Verlaufes.
Wir werden sehen, wohin die Reise führt.

Sabina Hörtner

 

Ein geladener, zweistufiger künstlerischer und landschaftsgestalterischer Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen zur Neugestaltung des historisch besetzten Platzes Turnergasse/Dingelstedtgasse.
Die ehemals dort existente Synagoge wurde in der Reichskristallnacht zerstört.
Zusammenarbeit mit: Büro DI Anna Detzlhofer
Ausloberin: KÖR
Das Projekt kam als eines von 2 Projekten in die letzte Runde.

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Synagoge Turnergasse / 2010
rendering: Dank an Florian Frey, stuidobaff

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Arbeitsgerüste gehören zu jedem Stadtbild. Besonders in einer Stadt wie Peking, wo eine besonders rege Bautätigkeit unübersehbar ist. Sie dienen in den allermeisten Fällen allein dem Zweck, Stellen eines Bauwerkes zugänglich zu machen, die ohne ein Standgerüst mit mehreren Stockwerken nicht zu erreichen wären.
Baugerüste sind mobile Systeme, sind Mittel zum Zweck.
Ich benutze ein solches mobiles System am Gelände des Chaoyang District, 798 Art Zone in Bejing, parasitär für eine temporäre Installation.

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0905CN / 2009
Aluminium Gerüst, Baustellennetze

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OBG19 / 2008
3M Scal-50 Folie auf Gerüst
Fotos: Croce & Wir

34590_05_hoertner_otto_bauer_strEs wird die eigentliche Funktion der Gerüstetagen – sich an der Fassade entlang zu bewegen – durch die Intervention konterkariert.
Die Arbeit verändert sich im Laufe der Zeit durch das tägliche Agieren der darauf arbeitenden Personen.

Die Installation war ab 10.07.08 bis April 2009 in der Otto-Bauer-Gasse 19 in 1060 Wien zu sehen.

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96X0-8°HOR.VERT / 2007-08
96 Blechtafeln à 274mm x 400mm pulverbeschichtet, 3M Folie, Kugelgelenke, Wandfarbe
Fotos: Croce & Wir

AugenklinikGraz3webDas Konzept wurde 2007 für den Ambulanzbereich des Augenklinikums am Landeskrankenhaus Graz entwickelt und im Jänner 2008 umgesetzt.

Es handelt sich bei der Installation um ein Modulsystem aus schwenkbaren, in knappem Abstand von der Wand montierten Metalltafeln, die zueinander in einem genauen, geometrischen Raster stehen.

Die hinter den Tafeln liegende, gefärbte Wand wird durch die Fugen zwischen den Elementen linear sichtbar. Das dadurch entstehende Liniensystem wird zum wesentlichen Gestaltungselement.
Ein weiteres Liniensystem ist auf die aussen verlaufenden Tafeln kaschiert.

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Bei diesem Konzept handelt es sich um eine in der Form einfache, kubische Gestaltung aus Glas und Holz, bedruckt mit einem 8-farbigen vertikalen und hoizontalen Liniensystem. Die Auswahl der Farben orientiert sich an der symbolischen Zuordnung gewisser Farben an bestimmte Perioden im liturgischen Jahr.
Der Altar wie der Ambo nehmen in der Materialität Bezug zu der Leichtigkeit und Transparenz der Glasenster. Weiters in den Entwurf integriert sind Ministantenbank, Kredenztisch und Sessio, deren farbige Pölster ebenfalls den liturgischen Perioden entsprechend auswechselbar sind.

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Altar, Ambo, Sessio, Ministrantenbank / 2006
in 2 Schichten Sicherheitsglas verpresste, bedruckte Folie, Nussholz
Foto: Croce & Wir

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Altar, Ambo, Sessio, Ministrantenbank, Kredenztisch / 2006
in 2 Schichten Sicherheitsglas verpresste, bedruckte Folie, Nussholz
Foto: Croce & Wir

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Es wird die Terrasse des Medienturm als Aussichts-Plattform genutzt, um die großformatige Installation 17/21–04 aus rund 40 Meter Höhe im richtigen Ausschnitt “lesen” zu können. Am Vorplatz des Medienturm sind orange-rote Asphaltklebebänder in einem Grundraster von rund 7×7 Meter appliziert , dessen Feinstruktur sich erst aus der Aufsicht erschließt. Weiters sind ein Dutzend handelsüblicher Laserpointer (>Autoschlüssel!) aus einer Höhe von rund 30 Meter auf das Raster gerichtet, um im Spiel des Windes punktierte Farbverläufe auf die vorgefundene Struktur zu zeichnen. Aus einem adäquaten Winkel betrachtet ordnen sich so vorerst beliebig scheinende Vektoren zu einer präzis formulierten Ebene, die sich durch die Einbeziehung der Lichtelemente und das bewußte Einbeziehen des Publikums zu einer changierenden raumgreifenden Installation entwickelt.
Die Intervention nutzt exemplarisch die architektonischen Besonderheiten eines bereits in sich aufwendig re-konfigurierten Gebäudes, indem über die intermediale Arbeitsweise des ortsspezifischen re-mappings den RezipientInnen Positionen zugewiesen werden.
Sandro Droschl

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17/21 – 04 / 2004
Asphaltklebefolie, Laserpointer, Kabel, div. Kleinmaterial
Foto: Herbert Weichart

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Die Lichtinstallation up to the stars strahlt aus dem eigentlichen, leeren Ausstellungsraum, nachts pulsiert in unregelmäßigen Intervallen Licht in den Außenraum. Die Intervention nutzt die Besonderheit des Turms, als höchster Punkt in der Umgebung weithin sichtbar zu sein.

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Up to the Stars / 2004
Lichtinstlallation, 3 Scheinwerfer, Computer, Software.
Programmierung: Nicole A. Pruckermayr, IOhannes Zmölnig

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0803 / 2003
Asphaltklebefolie
Foto: Lisi Rastl

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0803 / 2003
Asphaltklebefolie
Foto: Lisi Rastl

Die Installation entstand zur Ausstellung Abstraction now (Kuratoren: Sandro Droschl, Norbert Pfaffenbichler)

Die Eingangstreppe zum Künstlerhaus Wien wird flankiert von vier wichtigen historischen, skulptural überlebensgroß dargestellten Vertretern der gegenständlichen Kunst: Donato Bramante, Diego Velázquez, Tiziano Vecelli und Leonardo da Vinci.
Jeder dieser vier Künstler hat eine bestimmte Körper – bzw. Kopfhaltung und Blickrichtung. Verfolgt man diese Blicke, findet sich nun an eben dieser Position am Boden dieses Platzes inmitten klassizistischer und barocker Architektur jeweils eine orange, abstrakte Form in linearer Auflösung, der Umriss ähnlich einem Trapez oder Rechteck aus im Straßenbau verwendeten Alphaltklebebändern. Werden diese abstrakten Formen jedoch aus der Blickhöhe dieser gegenständlichen Künstler aus der Vergangenheit gesehen, sind sie als die grundlegendste Form der Abstraktion zu sehen: als Quadrat – figurative Kunst meets ‘Abstraction now’.

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Ein von WOMENT! (http://woment.mur.at) geladener Wettbewerb zur Gestaltung von 23 Gedenktafeln für Frauen (20+03 Orte) in Graz.
Die Realisierung fand innerhalb von Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas statt. Die im gesamten Grazer Stadtraum montierten Tafeln bleiben der Stadt als permanente Installation erhalten.

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Würdigungstafel für Maria Cäsar / 2003
Emailtafel, 26,5 x 60cm

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Würdigungstafel für Djavidan Hanum / 2003
Emailtafel, 26,5 x 60cm

Text: Gedenktafeln für Frauen nach einem Entwurf von Sabina Hörtner / Gertrude Celedin 

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O.T. / 2000
Klebefolie auf Stiege

Diese Arbeit entstand für die Ausstellung Cultural Sidewalk (kuratiert von Vektor K, Claudia Dohr).
Cultural Sidewalk verstand sich als temporäres, multidisziplinäres Projekt im öffentlichen Raum, Bereich Gumpendorferstraße, Wien 6.
Meine Klebefolieninstallation an der ersten Stiege der stark ansteigenden Stiegengasse fiel 3 Tage nach der Eröffnung einem sintflutartigen Wolkenbruch zum Opfer.

Ausstellung: Nexus, Künstlerische Interventionen im Stadtraum
(Kuratoren: Johanna Leisch-Kiesl, Johanna Schwanberg)

Auf der Wiese vor dem Ars Electronica Center wurde eine 3 Meter Stange montiert, an der überlange Bänder angebracht waren. Thematisch und formal wurde das seit Jahrhunderten bekannte Thema des Bandltanzes aufgegriffen. Das Objekt wurde für jede Form der Benutzung freigegeben, was vom AEC aus im Zeitraffer dokumentiert wurde.

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Wo. 35-40.98 / 1998
Eisenstange, Bänder, Videokamera

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Text: Verwenden statt Begreifen / Günther Holler-Schuster / 1999