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Sabina Hörtner

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96X0-8°HOR.VERT / 2007-08
96 Blechtafeln à 274mm x 400mm pulverbeschichtet, 3M Folie, Kugelgelenke, Wandfarbe
Fotos: Croce & Wir

AugenklinikGraz3webDas Konzept wurde 2007 für den Ambulanzbereich des Augenklinikums am Landeskrankenhaus Graz entwickelt und im Jänner 2008 umgesetzt.

Es handelt sich bei der Installation um ein Modulsystem aus schwenkbaren, in knappem Abstand von der Wand montierten Metalltafeln, die zueinander in einem genauen, geometrischen Raster stehen.

Die hinter den Tafeln liegende, gefärbte Wand wird durch die Fugen zwischen den Elementen linear sichtbar. Das dadurch entstehende Liniensystem wird zum wesentlichen Gestaltungselement.
Ein weiteres Liniensystem ist auf die aussen verlaufenden Tafeln kaschiert.

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Bei diesem Konzept handelt es sich um eine in der Form einfache, kubische Gestaltung aus Glas und Holz, bedruckt mit einem 8-farbigen vertikalen und hoizontalen Liniensystem. Die Auswahl der Farben orientiert sich an der symbolischen Zuordnung gewisser Farben an bestimmte Perioden im liturgischen Jahr.
Der Altar wie der Ambo nehmen in der Materialität Bezug zu der Leichtigkeit und Transparenz der Glasenster. Weiters in den Entwurf integriert sind Ministantenbank, Kredenztisch und Sessio, deren farbige Pölster ebenfalls den liturgischen Perioden entsprechend auswechselbar sind.

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Altar, Ambo, Sessio, Ministrantenbank / 2006
in 2 Schichten Sicherheitsglas verpresste, bedruckte Folie, Nussholz
Foto: Croce & Wir

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Altar, Ambo, Sessio, Ministrantenbank, Kredenztisch / 2006
in 2 Schichten Sicherheitsglas verpresste, bedruckte Folie, Nussholz
Foto: Croce & Wir

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Die Wurzeln der Erhardkirche in der Breitenau reichen weit in mittelalterliche Zeit zurück. Wahrscheinlich zunächst in romanischer Gestalt auf einem Felsvorsprung über einer Heilquelle errichtet, wurde sie in der Gotik ausgebaut und in der Barockzeit nach neuerlichen Erweiterungen mit einer prächtigen Einrichtung versehen.
Mit sparsamen Mitteln hat die in Bruck an der Mur geborene Künstlerin Sabina Hörtner in einer sensiblen, in Jahrhunderten gewachsenen organischen Raumsituation ein neues liturgisches Zentrum nach den Erfordernissen der Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils geschaffen.
Die Künstlerin, die schon wiederholt durch ihre reduziert-einfachen, aber wohldurchdachten und deswegen nie simplen Rauminterventionen in internationalen Kontexten auf sich aufmerksam machen konnte, war spontan fasziniert von der Leuchtkraft der gotischen Glasmalereien im Presbyterium der Kirche. So filterte sie aus dem Überschwang der Formen, dem prachtvollen Miteinander eines gotischen Raumes mit barocker Einrichtung und mittelalterlichen Glasfenstern, behutsam zwei Elemente heraus: Farbe und Licht. (mehr …)

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15071756 / 2006
Foto auf Alucobond
180 x 230 cm
Installationsansicht 

Die für den klassizistischen Bau des Arti et Amicitiae entstandenen Fotoarbeiten 15071756 und 15071757 befinden sich im Stiegenhaus, das mit massiven, dunklen Holzverkleidungen ausgestattet ist.
Die beiden parallel gegenüberliegenden Arbeiten sind in die freien Wandflächen eingepasst.
Sie zeigen die lineare Struktur zweier von Jalousien halb verdeckten Fenster eines Wohnbaues aus den 50er Jahren, die von dahinter liegenden Lichtquellen beschienen werden.
Es werden Details aus anonymen Architekturzusammenhängen und neue Lichtsituationen in ein bestehendes System integriert.

Die abgebildeten Fenster, sowie das jeweils aus den Schlitzen austretende Licht, stehen zur vorhandenen Architektur in Konkurrenz und bilden architektonische Fremdkörper innerhalb der gediegenen Umgebung. So werden die zitierten Fenster zum ‚falschen’ Mobiliar und irritativen Element.

Die Arbeit wurde in der Austellung THEAUSTRIANABSTRACTS gezeigt. Kurator: Norbert Pfaffenbichler

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Dense Concrete / 2006
Beton
Foto: Werner Feiersinger

Projekt: Blasser Schimmer (Konzept: Michael Kienzer)
Für Sabina Hörtner ist der Ausstellungsraum ein kulturelles Gefüge, das nicht nur durch die Kunstinstitutionen selbst definiert ist. Er ist wie jeder Raum eine Schnittstelle vieler Räume, Geschichten, Politiken, Ideologien und Ökonomien. Kunstproduktion sieht sie in diesen Zusammenhängen als einen Prozess, als eine Operation und Intervention an den Schnittstellen dieser verräumlichten Diskurse. Reinhard Braun (aus dem Katalog zur Ausstellung)

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1. INVERSION AUGE/BETRACHTER
Bereits 28 Jahre sind vergangen seit Brian O’Doherty in seiner pointiert-ketzerischen Polemik Inside the White Cube das Auseinanderdriften von Auge und Betrachter analysierte, dennoch haben seine Beobachtungen für den Großteil der zeitgenössischen Kunst noch immer ihre Gültigkeit. Über die Perzeption der damals noch unverbrauchten Minimal Art schrieb der Kunstkritiker: „Wahrnehmung erfolgte in zwei Zeitschüben: Zuerst nahm das Auge von dem Objekt wie von einem Gemälde Besitz, und dann führte der Körper das Auge um das Werk herum. Dies bewirkte ein Feedback zwischen der Bestätigung der Erwartung und der bis dahin latent gebliebenen körperlichen Empfindung. Auge und Betrachter verschmelzen dabei nicht miteinander, sondern arbeiten aus gegebenem Anlass zusammen. Das fein eingestellte Auge erhielt einige Sinnesdaten von der Seite des Körpers, den es verlassen hatte (Empfindung von Schwerkraft, Bewegung etc.). Dafür wurden die anderen Sinne des Betrachters, die meist unausgebildet waren, von der feinen Unterscheidungsweise des Auges infiziert. Das Auge setzte den Körper in Bewegung, um von ihm Informationen zu erhalten – der Körper wurde zum Datensammler.“ (1)
Selten definierte jemand das Verhältnis zwischen Betrachter und Auge so radikal anders wie Sabina Hörtner in ihrer Arbeit „07/13–04“, die sie im Februar/März 2004 für die Ausstellung „Der Widerstand der Fotografie“ im Korridor zwischen dem Kunsthaus Graz und den Ausstellungsräumlichkeiten von Camera Austria installierte. Der bis auf einen freigelassenen Streifen weiß ausgekleidete Passageraum hat den Charakter einer Boarding-Rampe. Auf dem dunkleren Streifen, der den ganzen Schlauch durchlief, bewegte sich in gleichmäßigem Rhythmus ein sehr helles Lichtrechteck von unten nach oben – sprich: dem hereinschlendernden Publikum entgegen. Die schnelle Bewegung entsprach dabei eher einem „Hinaufzischen“, begleitet von dem entsprechenden Geräusch der Lichtquelle, eines Scanners. Das Publikum konnte sich nun aussuchen, ob es sich selbst ins Rampenlicht begibt oder diesen Part wieder mal der Kunst überlässt – also ob die Trennung zwischen Betrachter und Auge aufgehoben wird oder nicht. (mehr …)

Der Raum unter dem Ausstellungsraum ist Ort der Intervention.
Dieser Raum ist durch eine Falltür vom eigentlichen „Showroom“ getrennt, oder – auch diese Interpretationsmöglichkeit besteht – er wird durch die Falltür mit diesem verbunden.
Eine Tür als Barriere oder als Boardinginstrument in eine andere Situation und Wahrnehmung.
Die Bedeutung dieses Sekundär- oder Nullortes, verändert sich durch die Lichtinstallation innerhalb des Raumgefüges bei geschlossener oder geöffneter Falltür.
Die Lichtinstallation setzt sich aus 5 liegenden oder lehnenden, in unterschiedlichen Intervallen flackernden Neonröhren zusammen: SRRZZZZ – die im Comic verwendete Buchstabenkombination für Stromausfall oder Spannungsschwankungen.

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SRRZZZZ / 2005
Installationsansicht

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SRRZZZZ / 2005
Fünf Neonröhren, in unterschiedlichen Intervallen flackernd.

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PS050905/1-5 / 2005
Gerüstnetze, mehrfärbig

Das fast raumfüllende Gerüstsystem von propeller z für die Ausstellung Lebt und arbeitet in Wien II verändert die Position und somit die Wahrnehmung des Publikums im Raum. Man erlebt das Gerüst in diesem Zusammenhang als neue Struktur und denkt an einen wachsenden, flexiblen Organismus innerhalb eines bestehenden Systems. Ich schleuse mich nun in diese Struktur ein. Ich habe nicht die Räumlichkeiten der Kunsthalle selbst, die als „Bildträger“ für die in der Ausstellung vertretenen Arbeiten fungieren, sondern das temporär installierte Gerüstsystem zum Ziel meines Interesses gemacht.
Ein Gerüst, das konzipiert wurde, um in einer professionellen Ausstellungshalle die Präsentation und Rezeption von Kunst zu optimieren, hat nicht mehr viel mit dem Gerüst einer Baustelle zu tun. Das Gerüst in seiner herkömmlichen Verwendung an einer Fassade ist ebenso Mittel zum Zweck wie hier, also ein einfaches System zum Überwinden und Erreichen sonst unerreichbarer Niveaus und Höhen. Sein optisches Erscheinungsbild unterscheidet sich allerdings durch die jeweilige Nutzung. Fremdkörper, wie Reste von Netzen oder Plastikplanen, werden mit der Zeit Teil des Systems.
„Parasitismus ist die Wechselwirkung von Organismen unterschiedlicher Arten, bei denen der Vertreter einer Art, der Parasit, Nutznießer und der Vertreter der anderen Art, der Wirt, der Geschädigte ist.“ (Klaus Odening, Gerda Breuer). Fremdkörper oder systemfremde Organismen besiedeln Stellen, die etwas abseits liegen, wo sie sich geschützt und ungestört aufhalten oder entwickeln können. So gibt es auch innerhalb dieses Gerüstsystems Positionen, die für die BesucherInnen unerreichbar sind oder an denen zumindest das Passieren oder Verweilen nicht vorgesehen ist. Einige dieser Orte werde ich nutzen. An scheinbar „sekundären“ Punkten parasitär wirken heißt konkret, dass an fünf bis sechs Stellen auf unterschiedlichen Niveaus das Gerüst partiell mit mehreren Schichten aus verschiedenfarbigen Bauschutznetzen bespannt wird. Es werden mehr oder weniger dichte Überlagerungen in verschiedenen Tiefen entstehen.
Sabina Hörtner, Konzeptbeschreibung (Katalog)

Es war mir allerdings nicht möglich, das Projekt wie geplant und im Katalog angekündigt, durchzuführen. Der Grund dafür waren sich während des Austellungsaufbaues ständig ändernde, nicht kommunizierte Rahmenbedingungen. Ich reduzierte meine Arbeit in Anbetracht der überwältigenden Tatsachen auf ein Statement unter der Rampe.

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Für Sabina Hörtner ist der Ausstellungsraum ein kulturelles Gefüge, das nicht nur durch die Kunstinstitutionen selbst definiert ist. Er ist wie jeder Raum eine Schnittstelle vieler Räume, Geschichten, Politiken, Ideologien und Ökonomien. Kunstproduktion sieht sie in diesen Zusammenhängen als einen Prozess, als eine Operation und Intervention an den Schnittstellen dieser verräumlichten Diskurse, und die Form der Interventionen nehmen selbst oftmals die Form einer Schnittstelle, einer Markierung an. In Rückgriff auf entweder alltägliche oder temporäre Produktionsmittel nehmen diese Operationen die Räume nicht als Voraussetzung für das „Werk“, vielmehr werden die Räume durch die Werke — nicht hervorgebracht, aber durch die künstlerische Arbeit als Artikulationsprozess eines Zugriffes zumindest auf Zeit mitdefiniert. (mehr …)

Es wird die Terrasse des Medienturm als Aussichts-Plattform genutzt, um die großformatige Installation 17/21–04 aus rund 40 Meter Höhe im richtigen Ausschnitt „lesen“ zu können. Am Vorplatz des Medienturm sind orange-rote Asphaltklebebänder in einem Grundraster von rund 7×7 Meter appliziert , dessen Feinstruktur sich erst aus der Aufsicht erschließt. Weiters sind ein Dutzend handelsüblicher Laserpointer (>Autoschlüssel!) aus einer Höhe von rund 30 Meter auf das Raster gerichtet, um im Spiel des Windes punktierte Farbverläufe auf die vorgefundene Struktur zu zeichnen. Aus einem adäquaten Winkel betrachtet ordnen sich so vorerst beliebig scheinende Vektoren zu einer präzis formulierten Ebene, die sich durch die Einbeziehung der Lichtelemente und das bewußte Einbeziehen des Publikums zu einer changierenden raumgreifenden Installation entwickelt.
Die Intervention nutzt exemplarisch die architektonischen Besonderheiten eines bereits in sich aufwendig re-konfigurierten Gebäudes, indem über die intermediale Arbeitsweise des ortsspezifischen re-mappings den RezipientInnen Positionen zugewiesen werden.
Sandro Droschl

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17/21 – 04 / 2004
Asphaltklebefolie, Laserpointer, Kabel, div. Kleinmaterial
Foto: Herbert Weichart

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Die Lichtinstallation up to the stars strahlt aus dem eigentlichen, leeren Ausstellungsraum, nachts pulsiert in unregelmäßigen Intervallen Licht in den Außenraum. Die Intervention nutzt die Besonderheit des Turms, als höchster Punkt in der Umgebung weithin sichtbar zu sein.

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Up to the Stars / 2004
Lichtinstlallation, 3 Scheinwerfer, Computer, Software.
Programmierung: Nicole A. Pruckermayr, IOhannes Zmölnig

Die Installation bestand aus 25 Fotoarbeiten, die sich über 2 Räume der Galerie verteilten.
Die Arbeiten zeigen markante Ausschnitte einer mir sehr gut bekannten Arbeits/ Lebens – Raumsituation. Markant – und markiert durch das punktuelle oder lineare Licht eines (handelsüblichen) Laserpointers. Das Markieren von Orten, Positionen oder Gegenständen setzt Prioritäten innerhalb eines bestimmten Raumkörpers und lotet diese untereinander aus.
Mein Interesse gilt auch hier dem Ausloten einer bestimmten Raumstruktur, genauer gesagt zweier bestimmter Raumstrukturen, um das Einpassen von Situation A in Situation B.
Immer wieder ist man mit dem konkreten Problem der Neudefinition eines Ortes bzw. Raumes konfrontiert. Die emotionale Auseinandersetzung gilt dem scannen von Positionen, ob der eigenen, persönlichen im Verhältnis zu Um/Raum Raum/Körper und oder der abstrakten Raumgliederung und dem Neuordnen (aufgreifen oder verwerfen) von bekannten Systemen.

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01update retrofit / 2004
40 x 59cm, Foto auf PVC

UpdateRetrofit02

02update retrofit / 2004
40 x 59cm, Foto auf PVC

UpdateRetrofit03

03update retrofit / 2004
40 x 59cm, Foto auf PVC

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„In proposing the idea of the artwork as three-dimensional, as a specific object amongst all the other objects in the world, Minimalism does call the nature of the aesthetic experience into question. In rejecting the orthodoxy of composition – the artwork as one thing rather than a thing of parts in relation to one another – it does throw the question of relation out into the space between object and viewer, and in doing so introduces a new awareness of time – and history – into the experience of looking.“ Michael Archer (1)

In mehreren Retrospektiven wird derzeit die Geschichte(n) des Minimalismus als die prägende (vornehmliche US-amerikanische) kunstgeschichtliche Entwicklung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dargestellt (2). Neben einer wohl unvermeidlichen Verfestigung des Kanons an Künstlern stellen diese Shows auch die Frage nach den Auswirkungen des nun historisierten „klassischen“ Minimalismus sowie des darauf aufbauenden Post-Minimalismus auf KünstlerInnen, die sich aktuell mit dem mittlerweile angewachsenen Vokabular auseinandersetzen, um ihre eigene „Sprache“ zu schärfen.

Unter einer Reihe von (auffallend vielen europäischen) KünstlerInnen kann auch Sabina Hörtners Arbeit unter den Vorzeichen eines aktuellen Neo-Minimalismus gelesen werden. In ihren Arbeiten entwirft Hörtner reduzierte Elemente, um sie an den architektonischen Gegebenheiten des jeweiligen Umraum kontextuell auszurichten. Mittels filigraner Eingriffe öffnet Hörtner überraschende skulpturale Räume, die in ihrer variantenreichen Auslegung ein Vermessen des vorgefundenen Raumes wie des kulturellen Feldes vornimmt, aus dem heraus die Künstlerin mit ihrem Publikum in Dialog tritt. (mehr …)

Diese Arbeit wurde in der Ausstellung Wall Drawings (Kurator Branko Franceschi), der 16. International Drawings Exhibition gezeigt.
Die 10-teilige Installation zeichnet mittels in Sprenkelanlagen integrierten Laserpointern rotes Licht an die Wand.

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808-20B / 2004
Gardena Sprenkelanlagen, Laserpointer, Eimer, Erde, Gartenschläuche, Motoren, 10-teilig
Technik: Nicole A. Pruckermayer, IOhannes Zmölnig

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0803 / 2003
Asphaltklebefolie
Foto: Lisi Rastl

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0803 / 2003
Asphaltklebefolie
Foto: Lisi Rastl

Die Installation entstand zur Ausstellung Abstraction now (Kuratoren: Sandro Droschl, Norbert Pfaffenbichler)

Die Eingangstreppe zum Künstlerhaus Wien wird flankiert von vier wichtigen historischen, skulptural überlebensgroß dargestellten Vertretern der gegenständlichen Kunst: Donato Bramante, Diego Velázquez, Tiziano Vecelli und Leonardo da Vinci.
Jeder dieser vier Künstler hat eine bestimmte Körper – bzw. Kopfhaltung und Blickrichtung. Verfolgt man diese Blicke, findet sich nun an eben dieser Position am Boden dieses Platzes inmitten klassizistischer und barocker Architektur jeweils eine orange, abstrakte Form in linearer Auflösung, der Umriss ähnlich einem Trapez oder Rechteck aus im Straßenbau verwendeten Alphaltklebebändern. Werden diese abstrakten Formen jedoch aus der Blickhöhe dieser gegenständlichen Künstler aus der Vergangenheit gesehen, sind sie als die grundlegendste Form der Abstraktion zu sehen: als Quadrat – figurative Kunst meets ‚Abstraction now‘.

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